Old Town Jakarta und der Hafen

Fatahillah Square Jakarta Old Town

Jakartas Altstadt ist ein Muss, wenn man die indonesische Hauptstadt besucht. Nirgends liegen Ursprünglichkeit und der Wille zur Veränderung so nah beinander.

Zentral-Jakarta verändert sich jeden Tag. Ständig schießt ein neuer Wolkenkratzer in die Höhe und verewigt sich in der Skyline. Die Straßen sind verstopft. In der Rush Hour herrscht Stilstand. Nur die Ojeks, wie sie hier die Motorroller nennen, düsen ab und an an den Automassen vorbei. Über den Straßen hängt eine dunkle Smog-Wolke. Wenn man hier ein Foto schiest, ist es unweigerlich unscharf und körnig.

Wer dem Trubel von Jakartas Zentrum entkommen will, macht sich auf Richtung Norden der Stadt. Kurz vor der Küste liegt die Altstadt. Wie steigen an der Busstation KOTA TUA aus, direkt vor dem Muesum der BANK OF INDONESIA. Montags sind Museen geschlossen, also laufen wir weiter. Nur ein paar Meter weiter liegt der Fatahillah Square.

Fatahillah Square

Als wir den Fatahillah Square erreichen, fallen mir sofort zwei Dinge auf. Das weiße, ehemalige Rathaus und die vielen bunten Fahrräder auf dem Vorplatz. Das Rathaus stammt aus der niederländischen Besatzungszeit, deswegen erinnert der Baustil auch sofort an Europa. In ganz Jakarta ist der Platz aber vor allem für das Radfahren bekannt. Überall werden bunte Fahrräder angeboten, mit denen Touristen und Einheimische durch den Gegend düsen können. Eine seltene Gelegenheit in Jakarta. Durch die schlechten Zustände der Gehwege, der Luftverschmutzung und des Verkehrsproblems ist Radfahren in der Millionenstadt eigentlich kaum möglich.
Jakarta Kota Tua Town Hall Rathaus
Auch durch die verschiedenen Architekturstile, die einen Blick in Jakartas Vergangenheit ermöglichen, ist der Besuch der Altstadt lohnenswert. Außerdem befinden sich hier mehrere Museen wie das SEJARAH JAKARTA oder das bereits erwähnte Museum BANK OF INDONESIA.

Fatahillah Square Altstadt Jakarta

Jakartas Hafen

Für uns ging es weiter zu Jakartas Seehafen, SUNDA KELAPA HARBOR. Der Hafen ist einer der ältesten der Stadt und wird heutzutage noch von den traditionellen Pinisi-Schiffen angefahren. Die Pinisis werden als Lastenschiffe verwendet, Schätzung zufolge hat Indonesien mit ca. 800 Pinisis die größte Segelschiffflotte der Welt.

Sunda Kelapa Harbor Jakarta

Sunda Kelapa Hafen Jakarta

Der Besuch der Altstadt und des Hafens war bisher mein liebster Touri-Ausflug in Jakarta. Endlich konnten wir Jakarta zu Fuß entdecken ohne beinahe überfahren zu werden. Überall sind interessante Details und man erkennt die Ursprünge der Stadt ganz ohne Hochhäuser und der enormen Lautstärke, die in Zentrum allgegenwärtig ist.

Altstadt und China Town

Nachdem wir den Hafen und den Fatahillah Square gesehen haben, haben wir uns einfach etwas treiben lassen. In der Altstadt (auf Indonesisch: kota tua) gibt es eine Menge Straßenverkäufer und Künstler. Aufmerksam durch die Gegend laufen lohnt sich also. Außerdem waren wir kurz in China Town, auch wenn sich das in Jakarta eher auf eine Straße beschränkt.

Vietnamese Jakarta Old Town

Old Town Jakarta Kota Tua

Jakarta Old Town Altstadt

Jakarta Kota Street Artist

China Town Jakarta Gemüsemarkt
Gemüsemarkt in China Town

Fotoquelle: Jana Moysich

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7 Dinge, die Du in Singapur tun kannst

Singapur Reisetipps Gardens by the bay

Im Stadtstaat Singapur gibt es eine Menge zu entdecken. Und vieles davon sogar kostenlos. Meine liebsten Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen:

Nach eineinhalb Stunden Flug von Jakarta steige ich aus der kleinen AirAsia-Maschine. Der Flughafen empfängt mich sofort mit ruhiger Jazz-Musik. Schon da hatte mich das Land. Der hektische und laute Trubel in Jakarta ist nicht weit entfernt und doch liegen Welten dazwischen. Singapur ist ruhig, sauber, organisiert, international. Während ich mich am Flughafen von Jakarta mehrmals verlaufen habe, klappt es hier ohne Probleme.

Die MRT ist das nächste, was mich fasziniert. Ich kenne aus Essen die versifften U-Bahnen, aus Indonesien den überfüllten TransJakarta-Bus. Doch auch beim öffentlichen Nahverkehr zeigt Singapur, dass es sauber, schnell und zuverlässig sein kann. Der Eindruck bestätigt sich bei allen Aktivitäten, die ich in Singapur unternehme. Und die sind meistens sogar umsonst:

Die Stadt entdecken

Singapur ist ein sehr kleines Land, doch unheimlich vielseitig. Beim ungläubligen Blick nach oben, um die Wolkenkratzer zu bestaunen, bin ich mindestens ein Dutzend Mal gestolpert. Dazwischen gibt es viele kleine Parks, den Singapur-Fluss, die Bucht und vieles mehr. Da die Stadt so klein ist, bin ich den ganzen Tag gelaufen. So bin ich über die schönsten Ecken und tolle Architektur gestolpert.

Singapur Stadt

Den Botanischen Garten entdecken

Der Botanische Garten ist seit 2015 Weltkulturerbe und wirklich sehr sehenswert. Es gibt unter anderem den Medizinischen Garten, den Palmengarten und den Regenwald. Bei Führungen können außerdem die giftigen Pflanzen besichtigt werden. Doch auch ohne Tourguide könnte ich ewig durch die grüne Welt wandern oder mich am Schwanensee ausruhen.
geschätzte Zeit: 3 bis 4 Stunden

Botanischer Garten Singapur

Einen Tempel besuchen

In Singapur sind rund 51 Prozent der Bevölkerung Buddhisten. Da gehört ein Tempelbesuch natürlich zu den Must-Do’s. Leider sind die beiden Tempel, die ich besucht habe, ganz schön voll mit Touri-Ramsch. Doch durch die unheimliche Detailverliebtheit der vielen Figuren auf und im Tempel kann man den Trödelkram gut ausblenden.
Im Sri Mariamamman Temple muss man seine Schuhe vor dem Eintritt ausziehen, außerdem müssen Schultern und Beine bedeckt sein. Der Buddha Tooth Relic Temple ist dagegen etwas lockerer.
geschätzte Zeit: 15 bis 30 Minuten

Singapur Tempel besuchen

Das Essen probieren

In Singapur findet man nicht nur viele internationale und asiatische Ketten, sondern auch Streetfood und regionale Spezialitäten. Ganz oben auf meiner Liste stand daher Laksa, ein traditionelles Gerichts aus Singapur und Malaysia mit Kokosmilch und Nudeln. Sonst habe ich mich vor allen in den Malls ausgetobt und mich so durch Indien und Korea gefuttert.

Singapur Essen

Little India und China Town

Wer in Singapur in einem Hostel übernachtet, findet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Little India oder China Town wieder. Doch auch ohne Übernachtung lohnt sich der Besuch. Die Straßen sind landestypische dekoriert, es gibt eine Menge Touri-Trödel, viel Essen und man trifft auf Menschen aus der ganzen Welt.

Singapur China Town Little India

Gardens by the bay

Die Gardens by the bay gehören auf jeden Fall zu meinen Lieblingen in Singapur. Dort bin ich eher zufällig gelandet und war umso begeisterter. Den Mittelpunkt des künstlich angelegten Gartens bilden mehrere künstliche Bäume. Drumherum gibt es die tolle Parklandschaften mit dem Drachensee, einem merkwürdigen Riesenbaby und vielen kleinen Sehenswürdigkeiten.

Gardens by the bay singapur

Die Malls erkunden

Wahrscheinlich bist du nicht zum Shoppen nach Singapur geflogen. Doch die Malls gehören zu Asien und sind jedes Mal neu faszinierend. Marina Bay Sands liegt direkt am Wasser und ist mit dem berühmten Marina Bay Hotel verbunden. Dort finden sich vor allem Luxus-Marken wie Chanel und Gucci. Die Foodcourt ist jedoch bezahlbar. Meine Lieblingsmall ist bugis+ in Little India. Vivocity dagegen fand ich schrecklich, viel zu voll.

Singapur Marina Bay

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