Old Town Jakarta und der Hafen

Fatahillah Square Jakarta Old Town

Jakartas Altstadt ist ein Muss, wenn man die indonesische Hauptstadt besucht. Nirgends liegen Ursprünglichkeit und der Wille zur Veränderung so nah beinander.

Zentral-Jakarta verändert sich jeden Tag. Ständig schießt ein neuer Wolkenkratzer in die Höhe und verewigt sich in der Skyline. Die Straßen sind verstopft. In der Rush Hour herrscht Stilstand. Nur die Ojeks, wie sie hier die Motorroller nennen, düsen ab und an an den Automassen vorbei. Über den Straßen hängt eine dunkle Smog-Wolke. Wenn man hier ein Foto schiest, ist es unweigerlich unscharf und körnig.

Wer dem Trubel von Jakartas Zentrum entkommen will, macht sich auf Richtung Norden der Stadt. Kurz vor der Küste liegt die Altstadt. Wie steigen an der Busstation KOTA TUA aus, direkt vor dem Muesum der BANK OF INDONESIA. Montags sind Museen geschlossen, also laufen wir weiter. Nur ein paar Meter weiter liegt der Fatahillah Square.

Fatahillah Square

Als wir den Fatahillah Square erreichen, fallen mir sofort zwei Dinge auf. Das weiße, ehemalige Rathaus und die vielen bunten Fahrräder auf dem Vorplatz. Das Rathaus stammt aus der niederländischen Besatzungszeit, deswegen erinnert der Baustil auch sofort an Europa. In ganz Jakarta ist der Platz aber vor allem für das Radfahren bekannt. Überall werden bunte Fahrräder angeboten, mit denen Touristen und Einheimische durch den Gegend düsen können. Eine seltene Gelegenheit in Jakarta. Durch die schlechten Zustände der Gehwege, der Luftverschmutzung und des Verkehrsproblems ist Radfahren in der Millionenstadt eigentlich kaum möglich.
Jakarta Kota Tua Town Hall Rathaus
Auch durch die verschiedenen Architekturstile, die einen Blick in Jakartas Vergangenheit ermöglichen, ist der Besuch der Altstadt lohnenswert. Außerdem befinden sich hier mehrere Museen wie das SEJARAH JAKARTA oder das bereits erwähnte Museum BANK OF INDONESIA.

Fatahillah Square Altstadt Jakarta

Jakartas Hafen

Für uns ging es weiter zu Jakartas Seehafen, SUNDA KELAPA HARBOR. Der Hafen ist einer der ältesten der Stadt und wird heutzutage noch von den traditionellen Pinisi-Schiffen angefahren. Die Pinisis werden als Lastenschiffe verwendet, Schätzung zufolge hat Indonesien mit ca. 800 Pinisis die größte Segelschiffflotte der Welt.

Sunda Kelapa Harbor Jakarta

Sunda Kelapa Hafen Jakarta

Der Besuch der Altstadt und des Hafens war bisher mein liebster Touri-Ausflug in Jakarta. Endlich konnten wir Jakarta zu Fuß entdecken ohne beinahe überfahren zu werden. Überall sind interessante Details und man erkennt die Ursprünge der Stadt ganz ohne Hochhäuser und der enormen Lautstärke, die in Zentrum allgegenwärtig ist.

Altstadt und China Town

Nachdem wir den Hafen und den Fatahillah Square gesehen haben, haben wir uns einfach etwas treiben lassen. In der Altstadt (auf Indonesisch: kota tua) gibt es eine Menge Straßenverkäufer und Künstler. Aufmerksam durch die Gegend laufen lohnt sich also. Außerdem waren wir kurz in China Town, auch wenn sich das in Jakarta eher auf eine Straße beschränkt.

Vietnamese Jakarta Old Town

Old Town Jakarta Kota Tua

Jakarta Old Town Altstadt

Jakarta Kota Street Artist

China Town Jakarta Gemüsemarkt
Gemüsemarkt in China Town

Fotoquelle: Jana Moysich

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Die Zigarettenindustrie in Indonesien

Zigarettenindustrie in Indonesien

Zigaretten passen nicht mehr in die deutsche #Healthy-Instagram-Welt. Doch die Industrie dahinter hat längst andere Opfer gefunden. Zum Beispiel Indonesien, wo eine Packung Zigaretten etwa 1,30 Euro kostet.

In dem Seminar „Communication and Social Change“ haben wir vor ein paar Wochen die Dokumentation „Sex, Lies and Cigarettes“ geschaut. Die Doku beleuchtet die Zigarettenindustrie in Indonesien, die durch Korruption und Täuschung immer mehr Einfluss gewinnt. Die Schäden, die durch den Konsum verursacht werden, sind gerade für die Menschen, die abseits der Städte leben, nicht bekannt. In weiten Teilen von Indonesien gibt es kein Internet, die Menschen könnten sich nicht einmal selbst informieren, wenn sie es wollten.

Zigarettenmarken als Kultursponsoren

Die Straßen von Indonesien, ob in Jakarta oder auf der Insel Sumatra sind voll mit Werbeplakaten für Zigaretten. „Go Ahead“ wird beworben. Castingshows, Konzerte, Festivals werden von den großen Marken gesponsert. Muse, the Black Eyed Peas, Flo Rida – sie alle standen schon für Philip Morris auf der Bühne.

In Indonesien gibt es kein Mindestalter, kein Gesetz, das den Zugang reguliert. Auch wenn der Konsum offiziell ab 18 gestattet ist, gibt es keine Altersbeschränkung für den Kauf. Eine Schachtel für etwa 20.000 Indonesische Rupiah können sich selbst Schulkinder leisten. An vielen Kiosks gibt es sogar einzelne zu kaufen, damit sich auch Jugendliche von ihrem Taschengeld ein paar Züge leisten können.

Aufmerksam wurde die Welt schon vor ein paar Jahren auf das Problem: Der zweijährige Aldi von der Insel Sumatra brachte es zu zweifelhafter Berühmtheit.  Auf Youtube und später auch im Fernsehen machte ein Video von ihm die Runde, in dem er genüsslich Zigaretten paffte. Laut Angaben zum Video bis zu 40 Stück an einem Tag.

Der Markt in Asien wächst

Während der Westen anfängt den eigenen Konsum zu reflektieren, wird der asiatische Markt immer interessanter für die Tabakindustrie. Hohe Steuern und das schlechte Image vermiesen die Geschäfte in Europa und Amerika. In Indonesien dagegen sind die Preise immer noch billig und die gesundheitlichen Folgen werden kaum wahrgenommen. Im Jahr sterben 200.000 IndonesierInnen an Folgen des Konsum.

Ein Großteil der Bevölkerung Indonesiens ist nicht nur Konsument von Tabakwaren. Die Insel Sumatra ist einer der größten und beliebtesten Anbauorte für Tabak weltweit. Die Bauern sind von der Ernte und dem Verkauf abhängig. Bestreben von NGOs und Verbänden die Tabakindustrie in Indonesien stärker zu regulieren, lehnen sie ab.

Das ist einer der Gründe, warum entsprechende Gesetze in Indonesien schnell wieder vom Tisch verschwinden. Lobbyisten und Unternehmen zahlen zudem große Summen an die Regierung, um die Gesetzesentwürfe zu stoppen. Durch gute Kontakte zur Regierung und großer finanzieller Mittel übt diese Gruppe starken Einfluss aus. Korruption ist ein weiteres großes Problem in Indonesien.

Erste Versuche, die Folgeschäden bekannt zu machen, brachten nicht den gewünschten Effekt. Seit 2014 gibt es abschreckende Bilder auf den Packungen. Die konnten den Konsum allerdings kaum eindämmen. Stattdessen feilt das Gesundheitsministerium mittlerweile an einem neuen Plan. Die Zigarettenschachteln sollen künftig im Einheitslook erscheinen, das Markenlogo auf der Verpackung würde verboten.

 

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H&M und Zign: Feminismus verkauft’s besser – oder?

H&M Herbstkampagne

H&M ist ein Riese im Modegeschäft und zeigt sich in seiner jüngsten Werbekampagne provokant. Eine Frau mit Glatze, eine andere mit Kurven und wieder eine andere zelebriert ihre Achselhaare. So sieht Weiblichkeit heutzutage aus. Doch wie kommt das an?

In den letzten Jahren brodelte der Feminismus vor allem im Internet. Alice Schwarzer war längst als Lachnummern verschrien, an Simone de Beauvoir erinnerte sich kaum jemand. Dann kam der #Aufschrei und anstatt zuzuhören, machte sich die Mehrheit lieber über den Netzfeminismus lustig und speiste Sexismus als Randphänomen ab.

Mit „Als Frau ekelt der Feminismus mich an“ folgte ein anderer glanzloser Höhepunkt, der Feminismus auch in verstaubten Ecken zum Thema macht. Doch nach uns nach wurden die Feministinnen immer lauter und Meinungsführer, Blogger, Influencer hoben das Thema auf ihre Agenda. Nun ist überall von Anti-Bodyshaming die Rede und jeder Fashionblog schmückt sich in Girl-Gang-Garderobe.

Feminismus im Mainstream

Feminismus ist da angekommen, wo wir in immer haben wollten: Im Mainstream. Nur leider aus den falschen Gründen. Denn Feminismus ist nicht mehr gerecht, überfällig und fair, sondern einfach im Trend. Feministin zu sein ist ein bisschen edgy, zum Beispiel wenn wir unsere Haare wieder sprießen lassen oder Makel bewusst in Szene setzen. Davon lassen sich einige gerne provozieren und an der Tastatur beginnt ein kleiner Austausch von Gemeinheiten und Vorwürfen. Dabei geht es stets um „leichte“ Themen, die sich schnell durch die Sozialen Medien schreien lassen. Zu kompliziert, umstritten, anachronistisch sind die Statements nicht. Klassischer Low-Risk-Aktivismus an der Tastatur.

Nun muss nicht jede Frau zur Femen werden und mit blanker Brust Protestparolen zum Besten geben. Wir müssen Frauen nicht weiter kategorisieren und sie in schlechte und gute Feministinnen einteilen. Und doch ist es scheiße, dass Themen und gesellschaftliche Missstände für viele erst zum Thema werden, wenn sie im Trend sind. Die ersten Mauern mussten andere durchbrechen, sich beschimpfen lassen. Wenn das Thema dann präsent ist und nicht mehr ganz so kontrovers, hüpfen andere mit aufs Pferd und schreiben sich den Erfolg mit auf die Fahne. Nachschreien was die Großen sagen für Anfänger.

H&M und das Label Zign knüpfen genau da an. Körper abseits des Schönheitsideals laufen schon seit Jahren durch die Dove-Werbung. Nun ziehen die großen nach. Während H&M sich bemüht möglichst viele Körpertypen zu zeigen, zeigt Zign die Ästhetik des vermeintlich Unperfekten. Beide Kampagnen sind wunderbar produziert und sorgen für das gewollte Medienecho.

Zign Schamhaare Herbstkampagne

Feminismus als Absatztreiber

Die Journalistin Xenia Mayer beschrieb schon von mehreren Wochen auf ihrem Blog „Groschphiloshophin“ dass Feminismus und die Facetten der Weiblichkeit von der Bewegung zum Verkaufsargument verkommen. Das Marketing von H&M und Zign ist danach weniger mutig, sondern eher berechnend. Sympathiepunkte für die Marke.

Doch während Blogs und Online-Magazine die Werbekampagne trotz einiger kritischer Töne loben, offenbart ein Blick in die Kommentarspalten das eigentliche Problem: Der Schönheitsanspruch an Frauen hat sich nicht verändert. Auch in den Köpfen vieler Frauen und Mädchen nicht. Wer die Twitter-Timeline voller Feministinnen hat und sich den ganzen Tag durch Blogs und linke Magazine klickt, wird den Feminismus als stark und präsent wahrnehmen. Doch, nicht jeder liest Blogs und Meinungsmedien. Ein Großteil denkt beim Feminismus eben immer noch an Alice Schwarzer und fasst ein Po-Grapscher als Kompliment auf.

Die Kommentare für die H&M-Kampagne sind bei Youtube deaktiviert. Doch natürlich lassen sich Befürworter und Gegner auf anderen Netzwerken nicht den Mund verbieten. Und dem Hashtag „Ladylike“ sammeln sich in sozialen Medien die Kommentare, Online-Publikationen berichten breit über die Kampagne. Dazu gibt es unheimlich viele positive Kommentare, vorwiegend von Mädchen und Frauen, die sich endlich verstanden fühlen. Die sich darüber freuen, dass sehr trainierte und pummelige Frauen nebeneinander funktionieren können.

„Hart abartig“

Dann sind da noch die anderen Kommentarschreiber. Der eine findet Achselhaare „hart abartig“, ein anderer schlicht „unhygienisch“. Andere finden, jeder sollte sein dürfen wie er will, aber doch bitte nicht auf „nüchteren Magen“ in der Werbung. Ein Facebook-User findet den Ausdruck „ungepflegte Dinger“ passend.

Die Facetten der Weiblichkeit zu zeigen ist nur ok, solang sie ins eigene Ideal gedrückt werden kann. Und bei den Kommentaren geht es meist nicht um die Modifikation des Körpers durch Muskeln oder Glatze, sondern um Natürlichkeit. Dicke Frauen, im besten Licht, durch Photoshop ein bisschen glatter gebügelt, das stört nur noch die letzten Idioten. Haare, Dehnungsstreifen, schiefe Zähne und unreine Haut regt die Masse auf. Nicht generell, sondern erst wenn sie es sehen müssen. Vielleicht, weil es an die eigenen Makel erinnert. Oder weil es einfach nicht in das eigene Weltbild passt.

Zign Herbstkampagne Braces

Ob positiv oder negativ, H&M hat eine Menge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. „Richtig gutes Marketing“ attestierten viele dem schwedischen Modekonzern. Doch so einfach ist das nicht. Was ist schon gutes Marketing? Dazu gibt es zahlreiche Theorien, Leitfäden und Geheimrezepte. Doch im Konsens stehen am Ende immer Emotionen. Gute Werbung berührt. Sie sorgt für Freude, Wut, Ärger.

Eine Frau, die sich bereits intensiv mit Feminismus und Körperkult beschäftigt hat, wird bei der H&M-Kampagne nur müde lächeln. Sie kauft bei Marken, die längst realistische Frauenbilder zeigen, für sie ist das nichts neues. Erst bei Menschen, die im Alltag nicht mit diesen Dingen konfrontiert sind, wird die Werbung zum Ereignis. Und die Reaktion zur Emotion. Vielleicht können die Kampagnen bei ihnen von Ablehnung oder Unwissen zum Verständnis führen.

Die Werbekampagnen und Blogbeiträge sorgen für ein erstes Bewusstsein. Sie verschaffen Aufmerksamkeit und heben das Thema in das Zentrum der Gesellschaft, wo es eigentlich schon lange sein sollte. Wo ich dachte, dass es schon ist. Nun liegt es an uns, unsere wohlwollenden Kommentare auch in der Realität wahr zumachen. Unsere Meinung auch dann zu sagen, wenn uns kein Display schützt.

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Singapur bei Nacht: Sehenswertes im Dunkeln

Singapur bei Nacht

In Singapur sollte man mindestens eine Nacht verbringen, um die tollen Attraktionen auch im Dunkeln sehen zu können. Für mich gab es in Singapur drei Orte, die ich am Abend wirklich wunderbar fand.

Singapur tut unheimlich viel für Touristen und Einheimische. Der Stadtstaat ist nicht nur sauber und sicher, sondern bietet auch viele Parks und schöne Plätze, wo man sich als Besucher aufhalten kann. Ebenso gibt es tolle Shows, die jeden Abend stattfinden und vollkommen kostenlos sind. So kann man die relativ hohen Kosten für Essen und Unterkunft schnell wieder ausgleichen.

7 DINGE, DIE DU IN SINGAPUR TUN KANNST

 

Die Skyline

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Oder auch „Dorfkinder, die auf Hochhäuser starren“. Die Skyline von Singapur ist einfach unglaublich. Gerade das Bankenviertel (Finance District) ist einen Blick wert, da sich dort die Bürogebäude vieler großer Firmen aneinanderreihen. Wirklich ein Wahnsinnsanblick, der einem gar nicht entgehen kann. Am besten ist der Blick auf die Skyline von Singapur rund um Marina Bay. Doch eigentlich ist es egal, wo du dich beim Einbruch der Dunkelheit gerade aufhältst, der Blick ist garantiert phänomenal. 

  

Wonder Full – Die Wassershow am Bay

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Direkt am Marina Bay gibt es jeden Abend um 20 Uhr die Wasser- und Lichtshow „Wonder Full“. In 13 Minuten wird durch Musik, Farben und Projektionen eine Geschichte erzählt, die sich im Wasser spiegelt. Das ist unheimlich schön anzusehen, natürlich kostenlos und immer gut besucht.

Wer für die Show um 20 Uhr einen Platz ergattern möchte, sollte also nicht in letzter Minute kommen. Extra für die Show durch ganz Singapur zu fahren lohnt sich allerdings nicht. Doch wenn du eh schon in der Nähe bist, lohnt sich das Spektakel auf jeden Fall.

 

Gardens by thebay – Garden Rhapsody

Die Gardens by the bay gehören ja schon ohne Abendprogramm zu meinen absoluten Highlights. Wenn du eh schon da bist, empfehle ich auch hier die Musik- und Lichtshow, die jeden Abend um 19:45 Uhr stattfindet. Eine Viertelstunde lang erstrahlen die künstlichen Bäume in bunten Farben, es läuft tolle traditionelle Musik und hunderte Menschen strahlen den Himmel an. Wer die Lichtshow sehen möchte, sollte sich währenddessen unbedingt ins Getümmel mischen und nicht nur von außen zuschauen.

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7 Dinge, die Du in Singapur tun kannst

Singapur Reisetipps Gardens by the bay

Im Stadtstaat Singapur gibt es eine Menge zu entdecken. Und vieles davon sogar kostenlos. Meine liebsten Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen:

Nach eineinhalb Stunden Flug von Jakarta steige ich aus der kleinen AirAsia-Maschine. Der Flughafen empfängt mich sofort mit ruhiger Jazz-Musik. Schon da hatte mich das Land. Der hektische und laute Trubel in Jakarta ist nicht weit entfernt und doch liegen Welten dazwischen. Singapur ist ruhig, sauber, organisiert, international. Während ich mich am Flughafen von Jakarta mehrmals verlaufen habe, klappt es hier ohne Probleme.

Die MRT ist das nächste, was mich fasziniert. Ich kenne aus Essen die versifften U-Bahnen, aus Indonesien den überfüllten TransJakarta-Bus. Doch auch beim öffentlichen Nahverkehr zeigt Singapur, dass es sauber, schnell und zuverlässig sein kann. Der Eindruck bestätigt sich bei allen Aktivitäten, die ich in Singapur unternehme. Und die sind meistens sogar umsonst:

Die Stadt entdecken

Singapur ist ein sehr kleines Land, doch unheimlich vielseitig. Beim ungläubligen Blick nach oben, um die Wolkenkratzer zu bestaunen, bin ich mindestens ein Dutzend Mal gestolpert. Dazwischen gibt es viele kleine Parks, den Singapur-Fluss, die Bucht und vieles mehr. Da die Stadt so klein ist, bin ich den ganzen Tag gelaufen. So bin ich über die schönsten Ecken und tolle Architektur gestolpert.

Singapur Stadt

Den Botanischen Garten entdecken

Der Botanische Garten ist seit 2015 Weltkulturerbe und wirklich sehr sehenswert. Es gibt unter anderem den Medizinischen Garten, den Palmengarten und den Regenwald. Bei Führungen können außerdem die giftigen Pflanzen besichtigt werden. Doch auch ohne Tourguide könnte ich ewig durch die grüne Welt wandern oder mich am Schwanensee ausruhen.
geschätzte Zeit: 3 bis 4 Stunden

Botanischer Garten Singapur

Einen Tempel besuchen

In Singapur sind rund 51 Prozent der Bevölkerung Buddhisten. Da gehört ein Tempelbesuch natürlich zu den Must-Do’s. Leider sind die beiden Tempel, die ich besucht habe, ganz schön voll mit Touri-Ramsch. Doch durch die unheimliche Detailverliebtheit der vielen Figuren auf und im Tempel kann man den Trödelkram gut ausblenden.
Im Sri Mariamamman Temple muss man seine Schuhe vor dem Eintritt ausziehen, außerdem müssen Schultern und Beine bedeckt sein. Der Buddha Tooth Relic Temple ist dagegen etwas lockerer.
geschätzte Zeit: 15 bis 30 Minuten

Singapur Tempel besuchen

Das Essen probieren

In Singapur findet man nicht nur viele internationale und asiatische Ketten, sondern auch Streetfood und regionale Spezialitäten. Ganz oben auf meiner Liste stand daher Laksa, ein traditionelles Gerichts aus Singapur und Malaysia mit Kokosmilch und Nudeln. Sonst habe ich mich vor allen in den Malls ausgetobt und mich so durch Indien und Korea gefuttert.

Singapur Essen

Little India und China Town

Wer in Singapur in einem Hostel übernachtet, findet sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in Little India oder China Town wieder. Doch auch ohne Übernachtung lohnt sich der Besuch. Die Straßen sind landestypische dekoriert, es gibt eine Menge Touri-Trödel, viel Essen und man trifft auf Menschen aus der ganzen Welt.

Singapur China Town Little India

Gardens by the bay

Die Gardens by the bay gehören auf jeden Fall zu meinen Lieblingen in Singapur. Dort bin ich eher zufällig gelandet und war umso begeisterter. Den Mittelpunkt des künstlich angelegten Gartens bilden mehrere künstliche Bäume. Drumherum gibt es die tolle Parklandschaften mit dem Drachensee, einem merkwürdigen Riesenbaby und vielen kleinen Sehenswürdigkeiten.

Gardens by the bay singapur

Die Malls erkunden

Wahrscheinlich bist du nicht zum Shoppen nach Singapur geflogen. Doch die Malls gehören zu Asien und sind jedes Mal neu faszinierend. Marina Bay Sands liegt direkt am Wasser und ist mit dem berühmten Marina Bay Hotel verbunden. Dort finden sich vor allem Luxus-Marken wie Chanel und Gucci. Die Foodcourt ist jedoch bezahlbar. Meine Lieblingsmall ist bugis+ in Little India. Vivocity dagegen fand ich schrecklich, viel zu voll.

Singapur Marina Bay

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Thousand Islands: Geheimtipp in Jakarta, Indonesien

Thousand Islands - Jakartas Geheimtipp

Am Wochenende habe ich einen Teil der Thousand Islands entdeckt. Die Inseln vor Jakarta City sind ein echter Geheimtipp und fast nur bei Einheimischen bekannt. Gerade deshalb lohnt sich das Entdecken im Javasee.

Als größte Stadt in Südostasien wird Jakarta allen Klischees gerecht. Es ist laut, dreckig und unüberschaubar. Obwohl die Thousand Islands zu Jakarta gehören, sind sie das komplette Gegenteil vom Festland. Die kleinen Inseln sind von blauen und türkisfarbenden Wasser umgehen, es gibt keine Autos und alles ist noch ein bisschen entspannter.
Solch eine Natur mit Palmen, exotischen Planzen und ganz viel Ruhe findet man in Jakarta wirklich nur an wenigen Ecken. Umso schöner ist die Möglichkeit, der Großstadt mal für ein Wochenende zu entfliehen.

Thousand Islands: So kommt Ihr dahin

Thousand Islands Überfahrt

Die Inseln erreicht man natürlich nur mit einem Boot. Wir sind vom Hafen in Jakarta losgefahren und haben pro Fahrt jeweils um die 60.000 Rupiah bezahlt. Die Fahrt auf den überfüllten Booten dauert drei Stunden und ist anstrengend. Auf dem Deck verteilen sich hunderte Menschen, die nach kurzer Zeit einschlafen und ein weiteres Bewegen kaum möglich machen. Ich hab mich einfach selber während der Fahrt eingerollt und geschlafen. Wie immer in Indonesien heißt es auch hier: Nicht so lang nachdenken, sondern einfach machen!

Es gibt wohl auch ein Boot, dass die Strecke in der Hälfte der Zeit schafft und dafür etwas teurer ist. Meist finden sich auf diesen Booten dann vor allem Touristen. Wobei die Thousand Islands eher als Geheimtipp gelten. Während des Aufenthalts haben wir viele Bekanntschaften mit IndonesierInnen gemacht. Andere Europäer sieht man dort selten.

Wer sich eine Fahrt auf dem Boot bucht, sollte allerdings das indonesische Zeitgefühl kennen. Aus sieben Uhr wird gerne mal acht, aus einer Viertelstunde, eine halbe. Mit Pünktlichkeit hat das also nicht so viel zu tun. Zum Glück hatten wir viel Zeit.

Die Unterkunft

Die Inseln sind abgelegen vom Festland, die Tour war billig und eher für Einheimische. Die Konsequenz: Die Unterkunft war nicht gerade fünf Sterne. In unserem Bad befand sich eine typische indonesische Squattoilette. Das ist ein Loch im Boden, über den man sich beim Pinkeln einfach hockt. Daneben befinden sich ein großes Wasserbecken, aus dem man nach dem Toilettengang Wasser schöpft um seine Spuren zu beseitigen. Als ich das erste Mal halbnackt über der Squattoilette hockte, kam mich auch gleich eine große pelzige Spinne besuchen. Es war ein Fest!

Auch das übrige Zimmer lädt nicht zum Verweilen ein. Außer einer großen Matratze war das Zimmer leer. Die Wände waren fleckig, der Geruch gewöhnungsbedürftig. Doch eine Nacht hält man das aus, erst Recht, wenn einem solch eine Natur geboten wird.

Das Programm

Wir haben alles über den Reiseveranstalter gtetours gebucht. Dadurch war für die Fähre, Unterkunft, Verpflegung und das Insel-Hopping gesorgt und wir mussten uns um nichts kümmern. Der ganze Trip hat etwa 575.000 Rupiah gekostet, das sind etwa 39 Euro. Zu den Thousand Islands gibt es allerdings auch viele andere Touren von anderen Veranstaltern. Daher lassen sich die Preise auch kaum miteinander vergleichen. Jeder Veranstalter steuert andere Ziele an, bietet anderes Essen und Unterkünfte und ein anderes Programm.

Für uns ging es nach der Überfährt zuerst nach Pulan Harapan. Dort befand sich unser Homestay, wo wir auch erst einmal etwas zu Essen bekommen haben. Natürlich Nasi (Reis) und Ayam (Huhn), was in Indonesien eigentlich überall zu finden ist.

Danach ging es wieder ab auf ein Boot und wir haben in einer kleinen Gruppe die Inseln erkundet und geschnorchelt. Beim Schnorcheln bin ich auch gleich mal in einen Seeigel getappt, doch die Stacheln konnte ich zum Glück selbst wieder entfernen. Trotz meines kleinen Missgeschicks war das Schwimmen und Erkunden des Javesees wunderbar. Das war mein erstes Schnorcheln im Meer und dementsprechend war ich begeistert von der Farbpracht unter Wasser.

ThousandIsland_Sonnenuntergang_Fotos

ThousandIslands_Boote

ThousandIslands

Einfluss der Industrienationen

Thousand Islands Müllproblem

Indonesien ist ein Schwellenland, das sieht man an jeder Ecke. Leider bleiben selbst die kleinen Inseln nicht vom Einfluss der Industrieländer verschont. Die Menge an Plastikmüll ist unglaublich, gehört aber leider auch zu den Inseln. Unsere Homestay-Insel Pulan Harapan war mit Motorrollern übersäht, auf denen schon 13-Jährige durch die engen Gassen sausten; mit ihren kleinen Geschwistern hinten drauf. Dazu kommen Kinder, die bereits mehrere Zigaretten am Tag rauchen. Der Westen lebt es vor, wodurch Konsum für die Menschen in Schwellenländer erstrebenswert ist.

Wer Indonesien bereist, sollte sich bewusst sein, dass Schönheit und Tragik hier nahe beieinander liegen. Außerdem ist es wichtig, nicht selbst zu der Verschmutzung beizutragen. „No plastic bag, please“, gehört hier also zu meinen meist gesagten Sätzen.

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Read&Eat: Böhmermann spricht, Chatbots sagen Goodbye und Startup-Gefasel

Read&Eat janamoysich

In der vergangenen Woche hat Jan Böhmermann sein erstes Interview nach der Sommerpause gegeben. Außerdem gibt es ein paar wissenswerte Fakten über Indonesien, sowie das Leben und Arbeit in einem startup.

 

10 things startups should know before entering Indonesia x Leighton Cosseboom

Die Aspekte, die von techinasia aufgeführt werden, sind nicht nur für Startups interessant. Die Kultur des Landes kommt in dem Artikel gut zum Vorschein. Wie etwas das Verhältnis zum Internet, die schwierige geografische Lage und weitere Probleme des Landes.

Startups: Paradies oder Hölle – brandeins

Startups glorifizieren das Arbeiten und prahlen mit Kickertisch und Plastikspielzeug. Doch was ist dran am Mythos Startups? Die brandeins berichtet über die Arbeits- und Unternehmenskultur verschiedener Startups wie Jimdo oder Goodgames. Dabei gelingt dem Magazin eine gute Balance zwischen Lob und Kritik.

Duolingo baut an einem französischen Roboter-Brieffreund – wired

Im Interview mit wired spricht der Mitgründer von duolingo, Luis von Ahn, über den Erfolg der App, die kostenlos das Englischlernen anbietet. Dabei spricht er über die weitere Entwicklung der App und verrät auch, warum Chatbots für ihn nur eine Modeerscheinung sind. Außerdem legt er schön da, warum Computer und Mensch eine Symbiose ergeben und nicht vollständig ersetzbar sind.

Böhmermann x Rooz – Interview
In dem rund 1 1/2-stündigen Interview wird das für Böhmermann turbulente erste Halbjahr 2016 noch einmal aufgegriffen. Dabei erfährt man zwar wenig neues, aber zwischen den Zeilen sieht man eine Seite von Böhmermann, die man sonst nicht sieht. Wenn Ihr ihn oder Rooz von HipHop.de mögt, lohnt sich das Reingucken.

 

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Können Internetkonzerne die Welt verbessern? #Google4ID

Am 9. August fand in Jakarta das Google for Indonesia Event, kurz Google4ID, statt. Das Weltunternehmen möchte Indonesien unterstützen. Wem nützt das am meisten?

Google for Indonesia

Indonesien ist ein wachsender Markt mit viel Potential. Von den ca. 240 Millionen Menschen in Indonesien sind etwa 100 Millionen online. Und im Internet sogar sehr aktiv.Während die deutschen mit sozialen Netzwerken wie Twitter eher zurückhaltend sind und auf Facebook immer weniger Privates landet, lieben die IndonesierInnen Socials wie Path, Instagram oder eben Twitter.

GoJek ist das Paradebeispiel

Ohne Frage kann das Web eine große Rolle bei der Entwicklung eines Landes oder einer Region spielen. In Indonesien gibt es die App „Go Jek“, die vor allem den öffentlichen Nahverkehr organisiert. Ähnlich wie bei Uber, kann man Autos oder Motorroller mit Fahrer buchen, die einen für wenig Geld von A nach B bringen. Auch Essen, Massagen und Beauty-Behandlungen lassen sich easy über Go Jek buchen. Auf dem deutschen oder europäischen Markt kenne ich keine vergleichbare Anwendung, die so viele Dienstleistungen in sich vereint.

Wenn die IndonesierInnen nicht GoJek fahren, nutzen sie Uber oder Grab, einen anderen Fahrdienstleister. Seitdem Google Event in Jakarta sind all diese Dienste in Google Maps integriert und zeigen Entfernung und Kosten an. Dadurch können die Preise der unterschiedlichen Anbieter miteinander verglichen werden.

Außerdem ist die Plattform Android Kejar gestartet. Entwickler können sich dort anmelden und durch Udacity, aber auch durch lokale Gruppen programmieren lernen, Apps bauen und vielleicht sogar Unternehmen gründen.

Viele Probleme warten auf Lösungen

Trotz technischer Neuheiten hat Indonesien noch immer mit vielen Problemen zu kämpfen. Die geografische Situation des Landes macht es nicht einfacher. Indonesien verteilt sich auf 17.000 Inseln. Die Unterschiede zwischen den Hauptinseln wie Java, Sumatra oder Bali sind riesig.

Armut ist omnipräsent, Korruption üblich. Auf der Straße halten die Menschen ihre Taschen fest, den Diebstähle passieren schnell und unbemerkt. Es gibt also noch viel zutun, damit Bildung für alle zugänglich wird, der Heimweg sicherer, das Land überschaubarer wird. Während die Digitalisierung in Deutschland kritisch betrachtet wird, ist sie hier Hoffnungsträger. Sie könnte in vielen Bereichen die Infrastruktur ausbauen und die komplexe Bürokratie abbauen.

Google setzt das Fundament

Mit seinem Event hat Google die ersten Schritte gemacht. Google arbeitet nicht nur für Indonesien, sondern mit dem Land. Der Suchmaschienkonzern bildet Menschen aus, die durch ihre erlernten Fähigkeit vielleicht bald ihr eigenes Startup aufbauen können.

Dass Google beim Aufbau seiner Geschäfte in Indonesien von eigenen Interessen gelenkt wird, darf über all die Freude nicht vergessen werden. Google möchte die eigene Produkte einfach zugänglich machen, um mehr Nutzer zu akquirieren. Mehr Nutzer heißen mehr Suchanfragen, mehr Anzeigenklicks und schließlich mehr Erlöse.

Schwierig wird es sein, die Grenze zu setzen. Wann wird der Einfluss zu viel? Wann steuert ein Unternehmen Bedürfnisse anstatt sie nur zu stillen?

Abhängigkeit zu einem Weltkonzern ist nichts, was Indonesien gebrauchen kann. Doch die IndonesierInnen sind jung, die Hälfte von ihnen ist unter 30 Jahren. Sie kennen sich mit Technik aus, sind wählerisch und entscheiden sich für die Plattform, die sie am weitesten bringt. Zum besten Preis. Unter den besten Bedingungen.

 

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Allein unter Anderen – Eine Woche Jakarta

Bajai_Indonesien_Jakarta

Seit einer Woche bin ich nun in dieser wahnsinnigen Stadt. Benhil, wo wir in Jakarta leben, ist wenig touristisch. Ich bin die einzige weit und breit, die europäisch aussieht. Selbst in den fünf Minuten zum Supermarkt werde ich angestarrt, aber auch viel angelächelt.

Bisher faszinieren mich vor allem die großen Unterschiede in Jakarta. Die normalen Straßen sind recht einfach, überall kleine Läden, viel Streetfood, alles ein bisschen runtergekommen. Im Hintergrund ragen die Bürogebäude internationaler Firmen in die Höhe. Die Wohnungen der Menschen sind recht überschaubar, die Malls sind riesig.

Jakarta Indonesia

City of Malls

Die IndonesierInnen lieben Malls und Mall-Hopping. An jeder Ecke gibt es moderne Einkaufszentren mit hunderten Geschäften aus aller Welt und einer riesigen Food-Court mit Essen auf Asien.

Plastik. Plastik. Plastik.

Was ich bisher am wenigsten an Jakarta mag, ist das fehlende Bewusstsein für Plastikmüll. Alles wird doppelt eingepackt und eingeschweißt. Es ist kaum möglich, Plastik zu vermeiden.

Streetfood

In Benhil findet man wirklich überall Streetfood. Ob Nasi Goreng, Gado Gado oder Matabak. Allerdings muss man vorsichtig sein, da nicht immer alles frisch ist. Außerdem enthält beinahe jedes Gericht Fleisch, es ist schwer etwas vegetarisches zu finden.

Dresscode

Nicht nur in der katholischen Universität, die ich hier besuche, gibt es einen Dresscode. Auf auf den Straßen sollte man sich nicht zu freizügig kleiden, z.B. keine Hotpants tragen. Es sei denn, man möchte komisch angesehen werden.

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Jeder Anfang ist ein Ende

Dubai

Die plattesten Sprüche aus abgegriffenen Poesie-Alben besitzen meist zumindest ein bisschen Wahrheit. Ärgerlich, wenn man sich für Poesie interessiert und am Ende doch die stumpfen Worte über der Prosa siegen. Nur dass sich in meinem Fall keine Tür schließen musste, damit sich eine neue geöffnet. Ich gehe voran und lasse Dinge hinter mir. Gutes Gefühl!

Dubai

Ich sitze in Dubai am Flughafen. In rund zwei Stunden beginnt das Boarding für meinen nächsten Flug nach Jakarta. Den ersten habe ich gut überstanden. Das Entertainment-Paket an Board hat mich bestens unterhalten. Ich bin gespannt, neugierig und kann es gar nicht fassen, dass ich jetzt wirklich sieben Monate weg sein werde.

Angst.

Als ich mich vor rund sechs Monaten für das Auslandssemester entschieden habe, hatte ich am meisten Angst vor Sprachdefiziten. Glücklicherweise ist diese Angst gewichen. Mir ist etwas mulmig zu Mute, doch Angst habe ich keine. Vielleicht weil all das Bevorstehende viel zu Ungewiss ist für konkrete Ängste.

Abschied.

Abschied klingt immer traurig. Dabei bedeutet Abschied auch Abstand und das ist manchmal genau das, was man braucht. Wer weiß, vielleicht ist es das letzte Mal in meinem Leben, dass ich einfach so Abstand von beruflichen und privaten Entscheidungen nehmen kann.

Positiv.

Ich kann ein ganz schön negativer Grummler sein. Umso mehr hoffe ich, die nächsten Monate mal wieder mehr Positives zu sehen. Raus aus dem Schneckenhaus, in dem ich es mir gerne sehr gemütlich mache. Unbedingt wieder offener und abenteuerlustig sein.

Zeit.

Was jetzt noch vor mir liegt sind sieben Monate Zeit und ein bisschen Druck, diese sinnvoll zu füllen. Wird mir das alleine Reisen überhaupt gefallen? Oder gefällt es mir vielleicht sogar zu sehr?

 

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